Kornelia Thiemann

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Welke Akademie – Zielführend.

Was macht einen guten Chef aus?

Führungsverhalten, Chef

Anregungen von Stanford-Professor Bob Sutton

Das Verhalten einer Führungskraft hat ganz entscheidenden Anteil an der Leistungsbereitschaft und -fähigkeit der Mitarbeiter. Gute Chefs akzeptieren, dass ihre Mitarbeiter – wie sie selbst – auch mal Fehler machen, sparen bei Erfolg nicht mit Lob und treffen Entscheidungen schnell. Schlechte Chefs setzen ihr Personal unter Druck, reagieren cholerisch und geben nur Feedback, wenn etwas nicht gut gelaufen ist.

Für Bob Sutton, Professor für Management Science and Engineering an der Stanford University, sind es besonders die folgenden Verhaltensweisen, die einen guten Chef ausmachen:

Eine gute Führungskraft demonstriert Vertrauen in die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter. Dieses Vertrauen färbt automatisch auf das Personal ab, gibt ihm mehr Selbstvertrauen und ein besseres Selbstwertgefühl.

Ein guter Chef zaudert nicht. Weil Mitarbeiter Vorgesetzte wollen, die Entscheidungen treffen, ist es laut Sutton besser, eine Entscheidung nachträglich zu ändern, als sie zu lang hinauszuzögern.

Ein guter Vorgesetzter zollt Anerkennung. Das Schöne am Chefsein ist, dass man Lob für die Arbeit anderer bekommt, findet Sutton. Ein kluger Chef macht sich das bewusst und betont intern wie extern, dass er stolz auf die Leistung seines Teams ist. Intern motiviert er damit die Belegschaft, extern präsentiert er sich als kompetent und bescheiden.

Ein guter Chef nimmt Fehler auf die eigene Kappe. Eine Führungskraft sollte ihre Leute nicht nur lenken und motivieren können, sondern sich im Zweifelsfall auch vor sie stellen. Der Chef ist meist der erste, der Lob empfängt – er sollte auch die erste Anlaufstelle für Kritik sein und souverän damit umgehen.

Eine gute Führungskraft nutzt die Macht der kleinen Gesten. Ein „Dankeschön“ zwischendurch, an heißen Tagen mal eine spontane Runde Eis oder ab und an mal ein kurzes privates Gespräch können Wunder für die Motivation wirken.

Sutton sagt, Chefs sollten sich vor allem eine Frage stellen, nämlich: „Wie ist es wohl, für mich zu arbeiten?“. Daraus leiten sich weitere Überlegungen ab – etwa, warum oder warum nicht die Besten für einen arbeiten wollen. UND: Ein Chef, der seine eigenen Mitarbeiter für Versager hält, muss sich erst einmal an die eigene Nase fassen, so Sutton. Keine neue Erkenntnis: Bereits der römische Senator Titus Petronius, Autor des Romans „Satyricon“, gab zu bedenken: „Qualis dominus, talis et servus“ („Wie der Herr, so auch der Sklave“).

Quelle: CIO

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