Kornelia Thiemann

Kornelia Thiemann

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Welke Akademie – Zielführend.

Vorsorge für die plötzliche Nachfolge

Unternehmensnachfolge

Vortrag an der Welke Akademie über ein verdrängtes Thema

Die jüngste Impuls-Veranstaltung an der Welke Akademie widmete sich einem Thema, das von vielen Unternehmern lange gemieden wird: die Regelung der Unternehmensnachfolge. Vier Referenten  beleuchteten Einzelaspekte dieses meist verdrängten, aber dennoch so wichtigen Themas.

Achim Neuhaus von der Kanzlei Neuhaus & Partner gab einen Überblick über die steuerlichen Aspekte und wies darauf hin, dass die deutsche Erbschaftssteuergesetzgebung geradezu abenteuerlich sei: Durch die aktuelle Berechnungsformel kann die Erbschaftssteuer in Einzelfällen mehr als 100 Prozent des eigentlichen Unternehmenswertes betragen. Auf der anderen Seite gibt es kein anderes Segment, in dem so intensiv Steuern gespart werden können – wenn man alles richtig macht.

Rechtsanwalt Dr. Hans-Josef Rüber betonte wie schnell der Ernstfall völlig unvorbereitet eintreffen kann – sei es durch den plötzlichen Tod oder die jähe Berufs- und Geschäftsunfähigkeit in Folge eines Unfalls oder einer schweren Krankheit. Er erläuterte, wie man für beide Fälle Vorsorge treffen kann: Bei Gebrechlichkeit oder Demenz wird normalerweise vom Gericht ein Betreuer bestellt. Über eine Altersvorsorgevollmacht kann man aber bereits im Vorfeld selbst festlegen, wer dieser Betreuer sein soll. Hier lassen sich auch Aspekte wie Ort und Art der Bestattung und weitere Einzelheiten festlegen. Für den plötzlichen Todesfall ist es für die Angehörigen und die Belegschaft eine ungeheure Erleichterung, wenn der Unternehmer ein Testament abgefasst hat.

Über die unterschiedlichen Testamentsarten referierte Dr. Florian Rüber. Für einen Unternehmer empfahl er das "ordentliche öffentliche Testament", das unter Mitwirkung eines Notars erstellt wird, so dass keine Zweifel an der Echtheit aufkommen können und auch das Auffinden des Testaments im Todesfall kein Problem darstellt.

Zuletzt erläuterte Pfarrer Dr. Ferdinand Plümmer die Vor- und Nachteile einer Patientenverfügung. Eine solche kann den Angehörigen schwerwiegende Entscheidungen abnehmen. Plümmer wies aber auch darauf hin, dass die Patientenverfügung eine Tendenz des modernen Menschen noch verstärkt: Nämlich ein Leben, welches nur noch mithilfe Dritter gelebt werden kann, als nicht mehr lebenswert anzusehen.

 

In unserer Bildergalerie haben wir ein paar Momentaufnahmen der Impuls-Veranstaltung für Sie bereit gestellt.

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