Kornelia Thiemann

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Digitale Kommunikation: Die 10 wichtigsten Punkte für Führungskräfte (Teil 1)

Welke Akademie - 10 Tipps: Digitale Kommunikation für Führungskräfte

„Märkte sind Gespräche“ (Cluetrain Manifest). Mit den Neuen Medien wachsen die Anforderungen an den Markt – und damit auch an Führungskräfte. Sogenannte Digital Natives erklimmen die Arbeitswelt und nutzen digitale Kommunikationskanäle oftmals mit einem größeren Selbstverständnis als ihre Vorgesetzten. Um den Markt weiterhin verstehen zu können, sollten Führungskräfte sich mit den digitalen Möglichkeiten befassen: angefangen bei der Auswahl der richtigen Kommunikationskanäle über das angemessene Verhalten in der digitalen Welt bis hin zur Anpassung ihres Führungsstils. Hier finden Sie Teil 1 der 10 wichtigsten Punkte, die Sie als Führungskraft bei der digitalen Kommunikation beachten sollten.

1. Verlieren Sie nicht den Anschluss

Im digitalen Kommunikationszeitalter stehen Führungskräfte oftmals vor der Situation, dass jüngere Mitarbeiter internetaffiner sind als ihre Vorgesetzten und dadurch nicht selten informierter. Während beispielsweise Abteilungsleiter älteren Semesters soziale Netzwerke seltener nutzen und bei der Informationsweitergabe vorsichtiger sind, kommunizieren Digital Natives nicht nur häufiger, sondern auch offenherziger. Verlieren Sie hier nicht den Anschluss! Die Nutzung digitaler Kommunikation ist heute unerlässlich und entwickelt sich rasant weiter. Informieren Sie sich deshalb über die Entwicklungen in diesem Bereich und bauen Sie eigene Kompetenzen durch die aktive Nutzung Neuer Medien auf.
Machen Sie sich die Vorteile der Neuen Medien zunutze: schnellere Kommunikationswege, einfachere Informationsbeschaffung, gewinnbringende Vernetzung mit anderen und Synergieeffekte in der Projektarbeit und beim Wissensmanagement im Unternehmen.

2. Nutzen Sie die richtigen Kommunikationskanäle

Nutzen Sie diejenigen digitalen Kommunikationskanäle, die für Sie und Ihre Zwecke von Bedeutung sind. Die Auswahl ist immens groß und wächst schier täglich: Mit Instant-Messaging-Diensten – wie Skype, WhatsApp oder Yahoo Messenger – können Sie beispielsweise auf schnellstem Wege kommunizieren. Skype eignet sich überdies für Videokonferenzen, ebenso wie GoToMeeting oder Google+ Hangouts. Halten Sie sich auf dem Laufenden und informieren Sie sich – es lohnt sich: Denn oftmals schont die Nutzung Zeitkontingente, Ressourcen und Budgets. Der Yahoo Messenger beispielsweise verkürzt durch die Chatfunktion die Kommunikationswege, wenn es um kurze Nachrichten geht, die schnell und einfach zu beantworten sind. Ein Mitarbeiter kann Sie so stetig über den Stand eines Projekts informieren, ohne Sie bei jeder Geringfügigkeit anzurufen oder Ihr E-Mail-Postfach unnötig zu strapazieren – Sie hingegen können ihm zwischendurch Fragen stellen, ohne dessen Workflow mit einem Anruf zu unterbrechen. Das Tool ist kostenfrei und auch als App für mobile Endgeräte verfügbar. Ein weiteres Beispiel ist Skype: Die Software bietet neben derselben Instant-Messaging-Funktion das internetbasierte Telefonieren und die Videotelefonie. Über Video können Sie Konferenzen abhalten oder Bewerbungsgespräche führen und sparen damit Zeit und Reisekosten. Grundsätzlich ist Skype kostenlos – für den unternehmerischen Einsatz, wie für Besprechungen, eignet sich allerdings die professionelle Business-Version, die mehr Leistung und Sicherheit bietet.

Machen Sie sich bewusst, welche Kanäle sich für Ihren Kommunikationsfluss eignen und als effizient erweisen. Viele Tools sind kostenfrei, einige sind mit Kosten verbunden – viele sind leicht zu erlernen, andere wiederum nehmen eine intensivere Auseinandersetzung in Anspruch, führen aber nachhaltig zu einer bedeutenden Kosten- und Zeitersparnis. Darüber hinaus sollten Sie wissen, welche Kanäle sich für welche Kommunikationspartner eignen: Skype können Sie beispielsweise sowohl für den privaten als auch geschäftlichen Gebrauch nutzen. Der Instant-Messaging-Dienst WhatsApp – über den Nachrichten, Bilder und Videos verschickt werden können – sollten sie dagegen eher für persönliche Kontakte verwenden, wie Freunde und Familie.

3. Soziale Netzwerke I: Wählen Sie das richtige Netzwerk aus

Treffen Sie eine Auswahl an Netzwerken, die für Sie relevant sind. Business-Netzwerke wie beispielsweise XING oder LinkedIn eignen sich hervorragend, um berufliche Kontakte zu knüpfen und sich fachlich auszutauschen. Achten Sie allerdings darauf, dass Sie sich professionell präsentieren – angefangen bei einem ansprechenden Foto über die korrekte Darstellung Ihres beruflichen Werdegangs und Fachwissens bis hin zur berufsstrategischen Auswahl Ihrer Kontakte. Im Vergleich dazu bietet Facebook Raum für private Themen und ist für eine Kommunikation im geschäftlichen Rahmen meist ungeeignet – hier können Sie frei von beruflichen Angelegenheiten agieren. Wenn Sie Facebook privat nutzen möchten: Stellen Sie ein privates Bild ein, aber achten Sie darauf, dass Sie stilvoll gekleidet sind. Und bedenken Sie, dass die User dieses Profil mit Ihrem Business-Profil zusammenführen und sich ein Gesamtbild von Ihnen machen können. Daher gestalten Sie Ihren privaten Auftritt nicht allzu freizügig und achten Sie darauf, dass beide Präsenzen im Einklang stehen.

4. Soziale Netzwerke II: Kommunizieren Sie über Unternehmensseiten

Neben personenbezogenen Netzwerk-Accounts spielen sogenannte Unternehmensseiten eine immer größer werdende Rolle. Mit einer Facebook-Unternehmensseite können Firmen zusätzliche Reichweite erzielen – schließlich sind hier knapp 1,4 Milliarden Nutzer unterwegs. Facebook bietet viele Vorteile und ebenso viele Tücken – die Menge der Best-Practice- sowie Shitstorm-Beispiele ist groß. Daher sollten Sie zusätzliche personelle Kapazitäten in Erwägung ziehen, wenn Sie ein erfolgreiches Social-Media-Marketing betreiben und Stolperfallen vermeiden wollen. Eine ausgereifte Content-Strategie und zielgenaue Erfolgsmessung erfordern viel Arbeit und Fachwissen. Ein weiteres Beispiel ist das Google-My-Business-Profil: Dieses ist verbunden mit dem Netzwerk Google+. Unternehmen können hierüber nicht nur mit Interessenten kommunizieren und wichtige Firmeninformationen verbreiten sowie Beiträge erstellen. Das Unternehmensprofil erscheint außerdem in den Google-Suchergebnissen und über Google Maps. Sie können also durch ein Google-My-Business-Profil effektiv die Sichtbarkeit Ihres Unternehmens im Internet steigern und aktiv steuern, wie Ihr Unternehmen in den Google-Diensten dargestellt wird.

Für Personaler eignet sich XING hervorragend, um potenzielle Bewerber zu finden und zu kontaktieren. Achten Sie auf eine konstante Präsenz im Netzwerk, wie beispielsweise die regelmäßige Teilnahme an Diskussionsgruppen, die für Ihre Branche von Relevanz sind. So können Sie die Aufmerksamkeit und das Interesse potenzieller Bewerber auf sich ziehen und die Attraktivität Ihres Unternehmens steigern. In diesem Zusammenhang sei auch das Employer Branding genannt: Nutzen Sie als Marketeer Facebook, Google +, aber auch YouTube, um jüngeren möglichen Kandidaten Ihr Unternehmen näher zu bringen – beispielsweise durch Mitarbeiter-Blogs. Dies schafft bei jüngeren Interessenten Transparenz und Vertrauen.

5. Beachten Sie die Netiquette

Das Internet ermöglicht viele Freiheiten, sei es der Kontakt zu Menschen, die man im realen Leben möglicherweise niemals kennenlernen würde, oder die Diskussion über allerlei Themen, ob Hobby, Beruf oder persönliche Angelegenheiten. Die Kommunikation via Chat, Foren, Kommentare oder Privatnachrichten verläuft hierbei oft formloser. Trotzdem gilt es auch hier – vor allem für Sie als Führungskraft –, je nach Kanal und Gegenüber die Form zu wahren. Insbesondere Führungskräfte gelten als Aushängeschild des Unternehmens und nehmen eine Vorbildfunktion für Mitarbeiter ein. Lassen Sie sich deshalb durch das Medium nicht zu einem Umgangston verleiten, den Sie sonst als unangemessen empfinden würden.

Bei beruflichen Kontakten ist es zum Beispiel selbstverständlich, ein legeres Duzen zu vermeiden. Und wie im sonstigen Geschäftsleben bietet der Ranghöhere dem Rangniedrigeren das Du an – Kunden gelten hier als ranghöher. In E-Mails und sonstigen Nachrichten sollte eine angemessene Anrede sowie Grußformel verwendet werden. Für soziale Netzwerke privater Natur, wie Facebook, gilt die Faustregel: Duzen Sie nur diejenigen, die Sie auch im realen Leben duzen würden. Bleiben Sie des Weiteren im Ton immer freundlich und werden Sie nicht zu emotional. Seien Sie sich darüber im Klaren, dass jegliche „Spur“, die Sie im Internet hinterlassen, abgespeichert und unkontrolliert vervielfältigt sowie verbreitet werden kann. Dabei kann es sich um eine ungeschickte Bemerkung oder ein unvorteilhaftes Bild handeln. Daher sollten Sie bei jeder Aktivität im Internet Vorsicht walten lassen.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit der digitalen Kommunikation? Welche Kanäle nutzen Sie bereits? Wie halten Sie sich auf dem aktuellen Stand? Wir freuen und auf Ihre Kommentare!

Teil 2 (mit den Punkten 6-10) folgt in Kürze hier in unserem Blog. Wenn Sie den zweiten Teil nicht verpassen wollen, dann abonnieren Sie gerne unseren RSS-Feed.

Themenvorschau Teil 2:


6. Bleiben Sie Mensch
7. Shareconomy: Teilen Sie Inhalte
8. Geben Sie Kontrolle ab, aber behalten Sie die Führungshoheit
9. Arbeiten Sie teamorientiert
10. Schaffen Sie mehr Transparenz

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