Kornelia Thiemann

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Welke Akademie – Zielführend.

DAX- oder Familienunternehmen? - Warum Manager ihrer Unternehmensform treu bleiben

Entweder, oder?

Die Karrieren der Vorstandsvorsitzenden deutscher DAX-Konzerne und der Vorsitzenden der Geschäftsführung von Familienunternehmen verlaufen jeweils in ihren eigenen Bahnen. Nur fünf DAX-Chefs haben zuvor schon einmal bei einem privaten, nicht notierten Unternehmen gearbeitet. Umgekehrt verhält es sich ähnlich: Von den 30 größten nicht an der Börse gelisteten Unternehmen in Familienhand waren nur sieben Geschäftsführer früher für einen Konzern tätig. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung der Executive-Search- und Talent-Management-Beratung Korn Ferry, die die Karrierewege der 31 (Co)-Vorstandsvorsitzenden der deutschen DAX-Konzerne sowie der 33 (Co)-Vorsitzenden der Geschäftsführung der 30 größten deutschen Konzerne in Familienbesitz auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen auswertete.

Ähnliche Ausbildung zu Berufsbeginn

Zu Beginn ihres Berufslebens haben die Top-Manager vergleichsweise ähnliche Ausbildungen. Nur jeweils sechs Chefs aus beiden Welten haben eine Berufsausbildung absolviert. Mehr als ein Drittel hat jeweils Betriebswirtschaftslehre studiert, gefolgt von Ingenieurswissenschaften, Jura oder vereinzelt Naturwissenschaften. Auffällig ist: Während mehr als ein Fünftel der DAX-Chefs Ingenieure sind, sind dies bei den großen Familienunternehmen nur knapp zehn Prozent der Vorsitzenden der Geschäftsführung oder Vorstände. Nicht studierte Manager gibt es nur in den Familienunternehmen: Sowohl angestellte Manager wie Klaus Gehrig (Schwarz-Gruppe) oder auch Inhaber wie Dirk Roßmann (Rossmann) haben nie eine Universität oder Fachhochschule besucht und sind sehr erfolgreich.

Stallgeruch zählt

Insgesamt haben die heutigen Top-Manager ihren Arbeitgeber nur vergleichsweise selten gewechselt. Sechs Vorstandsvorsitzende haben ihre Karriere schon dort begonnen, wo sie heute an der Spitze stehen. Ein Drittel hatte davor einen einzigen anderen Arbeitgeber. Lediglich 16 Prozent der DAX-Chefs haben zuvor bei mehr als vier Unternehmen gearbeitet. Bei den Unternehmen im Privatbesitz mit einer vergleichbaren Größe waren es sogar nur zwei Geschäftsführ/Vorstände, die in ihrer gesamten Karriere schon mehr als vier Arbeitgeber hatten. Dagegen gibt es zehn, die ihr Unternehmen nie gewechselt haben. „Stallgeruch ist und bleibt ein wichtiger Bonus für die Wahl des neuen Chefs“, sagt Hubertus Graf Douglas, Geschäftsführer von Korn Ferry in Deutschland. „Führungskräfte scheitern nicht wegen fehlender Fachkenntnisse, sondern weil sie nicht in die neue Kultur hineinfinden. Das ist auch der eigentliche Grund, warum wir kaum eine Karrierevermischung zwischen Konzernen und Familienunternehmen bei Top-Managern feststellen können.“


Quelle: Korn Ferry

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